Die Bevölkerung im flächenmäßig größten Stadtteil von Hamburg-Nord wächst seit vielen Jahren deutlich – ein Trend, der sich weiter fortsetzen wird. Allerdings fehlt in Langenhorn trotz der engagierten Arbeit zahlreicher Vereine und Träger ein angemessenes Kultur- und Sozialzentrum mit entsprechenden Räumlichkeiten, um der hohen Nachfrage nach kulturellen und sozialen Angeboten gerecht zu werden. Insbesondere der Langenhorner Bürger- und Heimatverein e.V. weist seit Langem darauf hin, dass für seine vielfältigen Aktivitäten nicht genügend Raum zur Verfügung steht. SPD, CDU und FDP haben deshalb zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag einen Antrag eingebracht, der den Startschuss für ein Kultur- und Sozialzentrum in Langenhorn setzt.
Mit dem nun beschlossenen Antrag wird sowohl eine Übergangslösung, als auch die langfristige Etablierung eines solchen Zentrums angestoßen. Demnach soll das Bezirksamt Hamburg-Nord zusammen mit dem Langenhorner Bürger- und Heimatverein e.V. sowie dem städtischen Unternehmen Fördern & Wohnen darauf hinarbeiten, dass die verkehrsgünstig gelegene Erdgeschossfläche im ehemaligen EuropCar-Gebäude an der Tangstedter Landstraße 81 für eine soziale und kulturelle Nutzung erschlossen wird. Ein Kultur- und Sozialzentrum an diesem Ort soll als Übergangslösung so lange bestehen bleiben, bis ein dauerhafter Standort gefunden ist – bestenfalls ebenso auf dem Gelände an der Tangstedter Landstraße.
Martina Schenkewitz (SPD), Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss und Sprecherin für den Regionalbereich Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Langenhorn-Alsterdorf-Groß Borstel:
„Endlich ist eine neue ‚Heimat‘ für den Langenhorner Bürger- und Heimatverein gefunden worden. Als Übergangsoption für die nächsten Jahre bietet sich auf dem Gelände der Tangstedter Landstraße 81 eine tragfähige Lösung und Chance auf ein zentral erreichbares neues Kultur- und Stadtteilzentrum für Langenhorn an. Bis ein endgültiger Standort ausgemacht ist, vorzugsweise auch auf demselben Areal, begleiten wir als SPD-Fraktion alle Akteure.“
Ekkehart Wersich (CDU), Sprecher im Stadtentwicklungsausschuss:
„Langenhorn profitiert von zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen – dennoch fehlen angemessene Räumlichkeiten, wie sie der Langenhorner Bürger‑ und Heimatverein dringend benötigt. Wir als CDU begrüßen daher die Interimslösung im Erdgeschoss des ehemaligen EuropCar‑Gebäudes an der Tangstedter Landstraße 81: Sie schafft kurzfristig den erforderlichen Raum für Kultur-, Nachbarschafts- und Sozialangebote – und das an einer hervorragenden ÖPNV‑Anbindung. Nun kommt es auf eine zügige Zustimmung von Bezirksamt und Träger f&w an, um die erforderlichen Mittel bereitzustellen und gemeinsam mit einem zuverlässigen Ankermieter den Betrieb sicherzustellen. So stellen wir das lebendige Miteinander in Langenhorn sicher, bis ein dauerhaftes Kultur‑ und Sozialzentrum etabliert ist.”
Jan Peter Döhne (FDP), Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss:
„Der Stadtteil Langenhorn braucht dringend für seine Bürgerinnen und Bürger ein Kultur- und Sozialzentrum, welches zurzeit schmerzlich fehlt. Der Standort Tangstedter Landstraße 81 (altes Europcar-Gebäude) mit seiner zentralen Lage und guten Erreichbarkeit durch ÖPNV bietet die besten Voraussetzungen dazu, um die Lücke mittelfristig – bis ein endgültiger Standort gefunden ist – zu schließen. Die FDP-Fraktion wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.“
Der vom Stadtentwicklungsausschuss am 10. Juli beschlossene Antrag (Link)