In seiner Sitzung vom 19. Februar 2025 befasste sich der Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität (KUM) der Bezirksversammlung Hamburg-Nord erneut mit den Planungen zur RadroutePlus in Langenhorn. Gegenstand war das erste Teilstück von der Langenhorner Chaussee über die Fibigerstraße und den Neuberger Weg bis hin zur angedachten Aufleitung auf die alte Gütergleistrasse Hohe Liedt (Planungsabschnitt 1 N24).
Seit der zweiten Planverschickung zu diesem ersten Teilstück im November 2024 sind jede Menge Detailfragen aufgelaufen und Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem betroffenen Planungsgebiet eingegangen. Diese Umstände erfordern nochmals eine genaue Bewertung des Vorhabens aus finanzieller und planerischer Perspektive. Philipp Kroll lädt daher als Vorsitzender des Ausschusses für Klima, Umwelt und Mobilität insbesondere betroffene Bürger und Bürgerinnen im Plangebiet N24 dazu ein, sich mit Vorschlägen und Anmerkungen einzubringen. Entsprechende Rückmeldungen sind willkommen und können bis zum 28. Februar 2025 an die E-Mail-Adresse beteiligung@koalition-hamburg-nord.de zur Weiterleitung an das Bezirksamt geschickt werden. Zu einer erneuten Beteiligungsmöglichkeit wurde bereits im Vorwege der Ausschusssitzung aufgerufen.
Tina Winter (SPD), Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Mobilität:
„Die Notwendigkeit, die Fahrradstruktur in Langenhorn weiter zu verbessern steht außer Frage. Unter anderem die derzeit geplante RadroutePlus von Bad Bramstedt bis zur Sengelmannstraße soll dieses Ziel realisieren. Derzeit liegen nur konkretisierte Planungen für das erste Teilstück bis Hohe Liedt vor. Die Konkretisierungen für die zwei weiteren Teilstücke sind weiterhin offen. Bereits für das erste Teilstück häufen sich – trotz der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange – die kritischen Nachfragen, die sich sowohl auf die konkrete Routenplanung, die zukünftige Gewährleistung der Verkehrssicherheit als auch auf finanzielle Fragen beziehen. Wir begrüßen es daher, dass das Bezirksamt den Mitgliedern im KUM nun nochmals die Möglichkeit gibt, diese lange Liste in einem Fachgespräch Schritt für Schritt durchzugehen und Grundsatzfragen zu klären. Am Ende muss eine Entscheidung stehen, wie wir mit dem Projekt RadroutePlus in der Zukunft umgehen werden.“
Ralf-Martin Diedrich (CDU), Sprecher im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität:
„Für uns ist klar, dass die Fahrradinfrastruktur in Langenhorn verbessert werden muss. Die Planung der Radroute Plus weist nach wie vor erhebliche Mängel auf. Die sehr gute Ausführung eines Bürgers aus der Fibigerstraße hat uns deutlich gemacht, dass es an vielen Stellen Verbesserungsbedarf gibt. Es haben uns darüber hinaus einige Hinweise von Anwohnern erreicht, die unsere Kritik an der bisherigen Planung bestärken. Zudem steht die vorliegende Planung in keinem Verhältnis von Kosten und Nutzen. Wir fordern deshalb erneut eine kritische Prüfung, um eine zukunftsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung sicherzustellen.“
Monika Grodt-Kuhn (FDP), Mitglied im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität:
„Leider sind unsere Bedenken hinsichtlich des Verlaufs der Radroute Plus noch nicht abschließend geklärt und unsere Fragen dazu noch nicht zufriedenstellend beantwortet worden.
Wir möchten für alle Verkehrsteilnehmenden die bestmögliche Lösung, damit die Bürgerinnen und Bürger zufrieden sind und mit den dann getroffenen Entscheidungen gut leben können. Dies bedarf eines immer wiederkehrenden Prozesses von Abwägen und Austausch, insbesondere mit den Bürgerinnen und Bürgern, die von dem Bau dieser RadroutePlus – in welcher Form auch immer – betroffen sein werden.
Es ist sehr begrüßenswert, dass das Bezirksamt den Mitgliedern des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität die Möglichkeit gibt, in einem Fachgespräch die aufgeworfenen Fragen zu diskutieren und so die bestmögliche Lösung zur Radroute Plus zu schaffen.“
Hintergrund:
Die Radroute Plus ist als hochstandardisierte, möglichst Kfz-freie Radverbindung konzipiert, die entweder selbstständig oder zumindest als Fahrradstraße mit klarer Priorität für den Radverkehr geführt werden soll. Seit 2023 wurden der Bezirksversammlung Hamburg-Nord abschnittsweise immer konkretere Planungen vorgelegt und im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität beraten. Auch Formate der Bürgerbeteiligung waren Bestandteil der bislang durchgeführten Planungsschritte. Im letzten Jahr stellte das Bezirksamt die konkrete Planung für die Bereiche der Güterbahntrasse, der Fibingerstraße, Im Grünen Grunde sowie der Rathenaustraße vor.