SPD, CDU und FDP wollen die Weiterentwicklung von Grünpatenschaften im Bezirk voranbringen und unterstützen dafür Gespräche mit der Loki Schmidt Stiftung. Für den Fall einer Zusammenarbeit sollen zunächst bis zu 20.000 Euro für ein Jahr bereitgestellt werden. Die Mittel sind für Beratung, Koordination und Verwaltung vorgesehen.
Die Aufnahme der Gespräche wurde im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität beschlossen. Sie knüpft an eine dort vorgestellte Fachpräsentation der Stiftung zu „Grünpatenschaften und Microflowering“ der Loki Schmidt Stiftung an. Jetzt soll das Bezirksamt gemeinsam mit der Stiftung auszuloten, wie eine Kooperation zur Pflege und langfristigen Sicherung von Grünpatenschaften in Hamburg-Nord gestaltet werden kann. Als Orientierung dienen bewährte Modelle aus Hamburg-Altona und Hamburg-Harburg.
Nach Abschluss der Gespräche entscheidet die Bezirksversammlung final darüber, ob eine Zusammenarbeit mit der Stiftung aufgenommen wird. Kommt die Kooperation zustande, ist vorgesehen, diese rechtzeitig vor Ablauf des ersten Jahres im zuständigen Ausschuss gemeinsam durch das Bezirksamt und die Stiftung auszuwerten. Auf dieser Grundlage soll über eine mögliche Fortsetzung entschieden werden.
Tina Winter (SPD), Fraktionsvorsitzende:
„Bereits in Hamburg-Altona und in Hamburg-Harburg gibt es Projekte gemeinsam mit der Loki Schmidt Stiftung, die dabei helfen, Grünpatenschaften beispielsweise zur Bepflanzung von Baumscheiben besser zu unterstützen. Ziel ist es, engagierten Paten zur Hand zu gehen und zu beraten, wie man die kleinen Flächen am besten bepflanzt und pflegt. Für Hamburg-Nord möchten wir zunächst begrenzt auf ein Jahr ein ähnliches Projekt etablieren, um Paten besser zu helfen und um weitere Patenschaften zu etablieren. Aus unserer Sicht wäre die Kooperation ein wertvoller Beitrag, um die gemeinschaftliche Grünpflege in Hamburg-Nord noch attraktiver zu machen.”
Ralf-Martin Diedrich (CDU), Sprecher für Klima, Umwelt und Mobilität:
„Wir begrüßen jede Initiative, die dabei hilft, unsere Stadtteile lebenswerter und gepflegter zu gestalten. Die Loki Schmidt Stiftung verfügt über ausgewiesene Expertise im Bereich der Umweltbildung und der Unterstützung ehrenamtlichen Engagements. Eine Kooperation kann deshalb ein sinnvoller Baustein sein, um Grünpatenschaften strukturiert zu fördern, den Einsatz der Ehrenamtlichen zu stärken und das Steuermittel effizient und verantwortungsvoll eingesetzt werden. Unser Ziel ist es, dass Grünpatenschaften dauerhaft gestärkt werden und der Bezirk gemeinsam mit starken Partnern Verantwortung für ein gepflegtes öffentliches Grün übernimmt.”
Lars Jessen (FDP), Sprecher im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität:
„Wir würden eine Zusammenarbeit des Bezirks Hamburg-Nord mit der Loki Schmidt Stiftung ausdrücklich begrüßen und stehen bereit, diese mit auskömmlichen Mitteln zu unterstützen. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen für das öffentliche Grün können Kooperationen wie diese dazu beitragen, mehr Wirkung für unsere Stadtteile zu erzielen, als es einzelne Akteure allein könnten.“
Den im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität beschlossenen Antrag finden Sie hier


